Mit dem Zug zum Brokser Markt

Markt (2)Einmal im Jahr wird die Strecke zwischen Eystrup und Syke ganz regelmäßig unterbrochen. Ende August findet in Bruchhausen-Vilsen der Brokser Heiratsmarkt statt. Und das nicht nur auf dem großen Festplatz, sondern auch direkt auf dem Gleis welches ansonsten völlig unbehelligt über den Platz führt. Der „Brokser Markt“ ist schon lange überregional bekannt und geschätzt und lockt jährlich tausende Besucher. Die Veranstaltung besticht durch ihre ausgewogene Vielfalt an Angeboten. Noch immer ist der Markt Messe für Aussteller, es gibt jede Menge Fahrgeschäfte, Stände mit kulinarischen Besonderheiten, Festzelte und ein weites Spektrum spannender Krämerstände.
Vor vielen Jahren entstand die Idee, doch einmal mit dem Triebwagen zum Brokser Markt zu fahren. Diese Idee sollte sich schneller als gedacht verselbstständigen, und so gehört der regelmäßige Pendelverkehr mit Triebwagen zwischen Eystrup und dem Markt, sowie auf der anderen Seite des Marktplatzes zwischen Syke und dem Fest mittlerweile zum obligatorischen Repertoire der Veranstaltung im August.
Für viele Besucherinnen und Besucher ist die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sei es mit den Bussen der VGH, oder eben mit den Zügen, die auch bis in die Nacht verkehren, mittlerweile die bessere Alternative. Die legendär überfüllten Parkplätze und das Dilemma, auch nach längerer Verweildauer im Bierzelt wieder bequem nach Hause  zu kommen, stellen so kein Problem mehr dar.
Für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die den umfangreichen Verkehr auf der Schiene zu großen Teilen ehrenamtlich bewerkstelligen, ist die Zeit um den Brokser Markt immer auch eine spannende Herausforderung.
Bewährt hat sich eine Fahrzeugkonstellation, auf die auch in diesem Jahr wieder zurückgegriffen wird. Auf dem Abschnitt Eystrup-Bruchhausen verkehrt der T2 des Deutschen Eisenbahn-Vereins samt seinem Steuerwagen TA4, teilweise noch verstärkt durch den T3. Auf dem Abschnitt Syke-Bruchhausen ist ein VT 628 der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) unterwegs. Sie sorgen dafür, dass Besucherinnen und Besucher gut zum Brokser Heiratsmarkt gelangen, und auch wieder zurück nach Hause. Auch, wenn’s wieder ein Bier mehr gewesen ist.

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1.)  DEV-Triebwagen T2  verlässt am 23.08.2014 den Sellingsloh auf dem Weg zum Brokser Markt.  Foto: O. Schröder
2.)  Von Ske kommend, erreicht der VT 628 der EVB am 24. August den Bahnsteig am Marktplatz.
3.)  Der Bahnsteig in „Bruchhausen-Vilsen Marktplatz“ ist mittlerweile für viele Besucherinnen und Besucher der Ausgangspunkt eines Besuchs beim Heiratsmarkt.

 

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Bahnhofsgebäude finden neue Besitzer

Gleich zwei ehemalige Bahnhofsgebäude der VGH-Vorgängergesellschaften Hoyaer Eisenbahn-Gesellschaft (HEG) und Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf (HSA) haben kürzlich ihren Besitzer gewechselt.
Das bereits seit längerer Zeit leer stehende und stark sanierungsbedürftige Empfangsgebäude in Bruchhausen Ost wurde an eine Privatperson aus der Region veräußert. Auch das Gebäude des Bahnhofs Hassel wird schon seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt und bedarf umfangreicher Renovierungsarbeiten. Das Haus mit dem daugehörigen Grundstück, welches zurzeit als Parkplatz genutzt wird, wechselte kürzlich in den Besitz der Gemeinde. Während für das Bahnhofsgebäude Bruchhausen Ost eine Sanierung und spätere Nutzung vorgesehen ist, gibt es für das Gebäude und Grundstück in Hassel seitens der Gemeinde bislang keine konkreten Pläne für eine Aufarbeitung und Verwendung. Auch ein Abriss des alten Empfangsgebäudes wird nicht ausgeschlossen. Momentan möchte die Gemeinde das Grundstück in Hassel aufräumen und optisch herrichten, um Besuchern des Ortes ein ansprechendes Erscheinungsbild bieten zu können.

Bruchhausen Ost   Hassel

Links: Der Bahnhof Bruchhausen Ost soll aufgearbeitet und wieder genutzt werden.
Rechts: Die Zukunft des von der Gemeinde erworbenen Hasseler Empfangsgebäudes bleibt vorerst offen.
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Schülerbeförderung auf der Schiene endet

T3 Schülerverkehr HoyaSeit Dezember 2012 verkehrte zwischen Hoya und Eystrup an Schultagen zweimal täglich ein Triebwagen, um Schülerinnen und Schüler aus Eystrup und Hassel nach Hoya zu bringen, und am Nachmittag wieder zurück. Diese besondere Form der Schülerbeförderung hatten die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya gewählt, um während der Brückenarbeiten an der Bahnüberführung zwischen Hassel und Heidhüsen weiterhin eine schnelle und zuverlässige Verbindung anbieten zu können, ohne dafür einen weiteren Bus auf die Straße setzen zu müssen.
Viele Schülerinnen und Schüler nutzten dieses Angebot und blieben der Fahrt mit dem Triebwagen treu. Da die Bauarbeiten an der Bahnüberführung bei Hassel nun abgeschlossen sind und die Strecke wieder durchgängig befahrbar ist, enden auch die Fahrten mit dem Zug zur Schule. Nach den Sommerferien verkehrt anstelle des Triebwagens wieder der Schulbus.
Für die VGH war das Projekt, vorübergehend eine Busverbindung durch einen Personenzug zu unterstützen, eine positive Erfahrung die ganz praktisch gezeigt hat, dass ein regelmäßiger Personenverkehr auf der Schiene zwischen Eystrup und Syke auch heute keine Unmöglichkeit darstellt. Das sieht man auch andernorts so: 2013 wurde das Projekt der VGH mit einem Schienenverkehrs-Preis für innovative Lösungen im öffentlichen Personennahverkehr ausgezeichnet.

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Kuriositätenkabinett: HSA-Staat reloaded!

HSA-StaatZu den bezeichnendsten und sympathischsten Aspekten einer Kleinbahn gehören immer auch die kleinen Geschichten und Trivia am Wegesrande, beziehungsweise am Bahndamm.
In diesem Sinne können wir heute die Wiedereröffnung einer absoluten und unangefochtenen Institution der Eisenbahn zwischen Eystrup und Syke vermelden: die des HSA-Ameisenstaates.
Wann diese quirlige Mikronation eigentlich gegründet wurde ist bislang vollkommen ungeklärt, verläuft sich das Leben des Ameisenstaates doch im Nebel der Geschichte. Zeitzeugen berichten jedenfalls: der war schon immer da!
Fest steht nur, dass sich irgendwann -möglicherweise schon zu Zeiten der Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf (HSA)- zwischen Uenzen und Süstedt ein seitdem erstaunlich renitenter Ameisenstaat gegründet hat. Und das nicht nur mitten im Gleis, sondern auch noch links und rechts der Schiene. Als Begleiterscheinung dieser eher ungewöhnlichen Platzwahl fährt jeder des Weges kommende Zug also stets durch die gute Stube des Ameisenhaufens – vermutlich nicht, ohne den einen oder anderen Bewohner der Kommune dabei in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Eine Verlagerung des Staatsgebietes hat es trotzdem nie gegeben. In letzter Zeit jedoch erweckte der sogenannte HSA-Staat allerdings den Eindruck gewisser Inaktivität. Die Befürchtung, der kleinbahneigene Ameisenhaufen sei verlassen, ließ sich nicht mehr ignorieren.
Mitte Juni konnte eine Kaffkieker-Besatzung jedoch Entwarnung geben: der ursprüngliche Haufen scheint zwar in der Tat verlassen zu sein, jedoch ist nun -wenige Meter entfernt- ein neuer Haufen entstanden. Ganz der bewährten Tradition folgend wieder links und rechts der Schiene! Es lebe der HSA-Staat!

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Diesel, Senf und Sonne: Filmclip über den Nutzfahrzeugtag Eystrup

Nutzfahrzeugtag KlinkAm Wochenende der „Historischen Nutzfahrzeugtage“ in Eystrup war Oliver Klink in der Grafschaft Hoya mit seiner Kamera unterwegs und hat alte Züge, Traktoren und Lastwagen begleitet. In seinem Film „Diesel, Senf und Sonne – Mit dem Kaffkieker unterwegs in der Grafschaft Hoya“ stellt er seine bewegten Bilder zusammen, in denen sich die Dieseltriebwagen T1 und T3, die Diesellok V36 005 und viele historische Nutzfahrzeuge in und um Eystrup begegnen.
Oliver Klink filmt die Dampfmaschine der Senffabrik Leman und setzt die Atmosphäre am Eystruper Güterbahnhof gekonnt in Szene.
Zu sehen ist sein knapp über 15 Minuten langer Film hier: Diesel, Senf und Sonne – Mit dem Kaffkieker unterwegs in der Grafschaft Hoya

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Historische Nutzfahrzeugtage in Eystrup

Güterumschlag am Eystruper Bahnhof wie vor 60 Jahren – so lautete die Devise für die „Historischen Nutzfahrzeugtage“ in Eystrup vom 30.05. bis zum 01.06. An diesem Wochenende lud die Interessengemeinschaft Industriedenkmal Senffabrik Leman, Freunde historischer Nutzfahrzeuge und der Deutsche Eisenbahn-Verein zu einer ganz besonderen Veranstaltung, bei der nicht nur Veteranen der Straße ausgestellt werden, sondern wieder einmal kräftig mit anpacken sollten.

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Bereits am Freitag trafen die ersten Lastkraftwagen und Traktoren am Eystruper Bahnhof und an der Senffabrik ein, darunter mischten sich auch sehenswerte Pkws und sogar Zweiräder. Ein ganz exklusives Gefährt hatte sich schon einige Tage zuvor eine stimmige Ecke gesucht: ein dampfgetriebener Bagger schlug im hinteren Teil des Fabrikgeländes sein Domizil auf und fand dort auch ein geeignetes Betätigungsfeld. Während die meisten Fahrzeuge aus eigener Kraft in Eystrup ankamen, musste man auch auf momentan betriebsunfähige, aber nicht minder sehenswerte Maschinen nicht verzichten. Immer wieder brachten Tieflader weitere Lkws die ausgestellt wurden und so ihren Teil zum stimmigen Gesamtbild beitrugen.

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Am Samstagmorgen wurde am Bahnhof bereits eifrig Be- und Entladen, als der aus historischen Güterwagen und der 1944 gebauten Diesellok V36 005 gebildete Zug aus Hoya eintraf. Nach einigen Rangiermanövern standen somit auch die Vertreter der Schiene bereit, um mit Gütern in Form von Fässern, Kannen, Kisten und Säcken beladen zu werden. Eine Nienburger Spedition ließ es sich nicht nehmen, ihren altgedienten Möbelwagen auf die Bahn zu verladen. Für den Personenverkehr sorgte der zwischen Eystrup und Bruchhausen-Vilsen pendelnde und durchgängig gut besuchte Triebwagen T1 samt Beiwagen.

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Doch nicht nur an der Ladestraße des Bahnhofs herrschte Hochbetrieb, auch am alten Güterschuppen standen Lastwagen und Traktoren mit Anhängern bereit, um ihre Fracht von den vielen Ladearbeitern umschlagen zu lassen. An der Pforte der alten Senffabrik fuhren beständig Fahrzeuge ein, während im hinteren Fabrikbereich der Dampfbagger Schutt auf Ladeflächen lud und eine quietschende Planierraupe zuarbeitete. In einem Gebäude der Fabrik ging es mit Volldampf voraus; die alte, erst kürzlich restaurierte Dampfmaschine lief wie am Schnürchen und wurde von einigen Dampfmodellen tatkräftig unterstützt.

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Die Gesamtatmosphäre der Historischen Nutzfahrzeugtage war vollkommen überzeugend. Das Gebäudeensemble der alten Senffabrik, des Güterschuppens und der Ladestraße am Bahnhof bildeten eine stilvolle Kulisse. Viele liebevoll erhaltene Fahrzeuge waren betriebsam unterwegs und boten nicht nur einen optischen Genuss, sondern auch ein Highlight für die Ohren. Teilnehmer und Fahrer hatten sich im Stile der Zeit gekleidet und ließen es sich nicht nehmen, ganz in die Rolle als Bediener ihrer Fahrzeuge zu schlüpfen. So wurde auch schonmal -sehr zum Vergnügen der vielen Besucherinnen und Besucher- beim Pförtner über die fehlerhaften Frachtpapiere geschimpft und mit einem lauten Ploppen im Fahrerhaus die Bierbuddel zur Frustbewältigung geöffnet. Das Wetter spielte freundlich mit und es fehlte auch nicht an jenem obligatorischen Zubehör, bei dem niemand unbedingt Wert auf historische Authentizität legt: den Bratwurst- und Getränkebuden. Diesmal auch mit Senf frisch aus der Senffabrik Leman!

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VGH-Lok V22 zur Hauptuntersuchung in Lippstadt, EVB-Lok in Hoya

Seit Anfang Mai befindet sich die VGH-Lok V22 im Betriebswerk der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) im nordrhein-westfälischen Lippstadt. Dort erhält das Fahrzeug, welches seit der Beschaffung im Jahr 2011 stets viel zu tun hatte eine neue Hauptuntersuchung, und wird gleichzeitig für die kommenden Jahre fit gemacht.
Um das umfangreiche Transportaufkommen zwischen Hoya und Eystrup auch während der Abwesenheit der VGH-Lok bewältigen zu können, haben die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya bis zur Rückkehr der eigenen Lok ein Fahrzeug der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) angemietet. Die EVB-Lok V762 bietet ein ähnliches Leistungsprofil und wird in den kommenden Monaten hauptsächlich den Verkehr zwischen dem Papierwerk Smurfit Kappa in Hoya und dem Übergabebahnhof Eystrup abwickeln. Ein kleines Novum für die VGH versteckt die Lok der MaK-Bauserie DE 502 unter der Haube: mit ihrer diesel-elektrischen Kraftübertragung steht nun erstmalig eine „halbe E-Lok“ in Diensten der VGH – den Strom für die Drehstrommotoren muss sich die Lok allerdings noch selbst produzieren.

V762 EVB 2014-05-05 (6) Hoya  V22 Lippstadt  V762 EVB 2014-05-19 Hoya

1.)  Am 05. Mai rangiert V22 im Bahnhof Hoya. EVB-Lok V762 ist grade angekommen und darf erst einmal tanken.
2.)  Im Betriebswerk der Westfälischen Landes-Eisenbahn in Lippstadt trifft V22 am späten Abend des 07. Mai ein.
3.)  Am neuen und mittlerweile schon recht grünen Weserdeich ist die V762 am 19.05.2014 unterwegs nach Hoya.

 

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VGH-Lok V21 hilft in Kirchweyhe aus

Die 1959 gebaute MaK-Stangenlok V21 dient den Verkehrsbetrieben Grafschaft Hoya (VGH) in der Regel als Ersatz- oder Verstärkerlok, und genießt somit zumeist ein eher entspanntes Dasein. Zurzeit jedoch darf sie sich wieder einmal richtig veräußern. Da bei der von der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) genutzten Diesellok momentan eine Reparatur ansteht, musste kurzfristig eine andere Lok als Ersatz her. So wurde die V21 ad hoc über Syke nach Kirchweyhe überführt, wo sie nun zwischen Thedinghausen und Kirchweyhe den Regeldienst der BTE versieht und vornehmlich aus Kesselwagen gebildete Züge zieht.

V21 BTE Thedinghausen   V21 BTE Dibbersen

1.)  V21 rangiert in Thedinghausen einige Kesselwagen der Firma Schröder Gas GmbH. April 2014  Bild: C. Kathmann
2.)  Auf der Strecke der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn bekommt die VGH-Lok gut zu tun: mit einem Druckgaszug bei Dibbersen.  Bild: C. Kathmann
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Gleiserneuerung in Wachendorf

Im Zuge der Erneuerung mehrerer Abschnitte auf dem VGH-Streckenast Bruchhausen-Vilsen – Syke wird momentan in Wachendorf gebaut. Die Oldenburger Gleisbaufirma Stefen, welche zuvor unter anderem bereits in Heiligenfelde alte Gleise ersetzt hatte, sorgt nun auch in Wachendorf für einen neuen Schienenweg. Hierbei wird nicht nur der Bereich rund um den Bahnsteig berücksichtigt, sondern auch die gesamte Wachendorfer Kurve bis zur Kreisstraße 129.

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Fotos: C. Schröder

Am 03. April bringt die VGH-Lok V21 den Schotter für das neue Gleis in Wachendorf. Mitarbeiter der Gleisbaufirma, sowie das Zugpersonal der VGH sind während des ganzen Tages mit dem Schottern des Gleisbetts beschäftigt. Im Zuge der Gleisbauarbeiten wird auch der Bahnsteig des Haltepunkts erneuert. Nanning Brüshaber war vor Ort und schickt einige Fotos von der Baustelle in Wachendorf.

2014-04-03 (2) Brueshaber  2014-04-03 (1) Brueshaber  2014-04-03 (3) Brueshaber

1.)  V21 bewegt mehrere Schüttgutwagen zum Ausbringen des Schotters in der Wachendorfer Kurve.  Bild: N. Brüshaber
2.)  Neues Gleis, neuer Bahnsteig. Der Haltepunkt Wachendorf.  Bild: N. Brüshaber
3.)  Zurück nach Hoya: Die MaK-Stangenlok der VGH passiert mit einigen bereits entleerten Wagen die Ortschaft Berxen.  Bild: N. Brüshaber
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Post aus Holland: ex VGH T3 bei der Stoomtrein Goes-Borsele

Im Jahr 1963 kauften die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya einen 4-achsigen Dieseltriebwagen, welcher 1925 bei den Deutschen Werken Kiel (DWK) gebaut wurde, zunächst bei der Deutschen Reichs- und späteren Bundesbahn lief, sowie anschließend bei der Niederweserbahn in Bremerhaven. Die VGH unterhielten den Triebwagen als „T3“. Als 1972 bei den VGH der Personenverkehr auf der Schiene eingestellt wurde, hatte man auch für den T3 keine Verwendung mehr und so wurde das Fahrzeug zwei Jahre später an eine Museumseisenbahn in die Niederlande verkauft.
Bei der „Stoomtrein Goes-Borsele“ bekam das fortan als “Mb51″ geführte Fahrzeug noch einmal eine Menge zu tun, wurde er doch nicht nur als einzeln verkehrender Triebwagen eingesetzt, sondern auch vor durchaus beachtlichen Personenzügen. Sogar mit der Beförderung von Güterzügen wurde der Mb51 betraut. Hiermit war der betagte Triebwagen jedoch letztlich überfordert und erlitt einen kapitalen Motorschaden, so dass er 1981 verschrottet wurde.
Kürzlich bekamen wir Post von Herrn Jan Strooband aus Zeeland in den Niederlanden. Er hatte noch einige Bilder des Triebwagens aus dessen Zeit als Mb51 bei der Stoomtrein Goes-Borsele, scannte die Dias ein und schickte uns diese schönen Dokumente eines ehemaligen Hoyaer Fahrzeugs aus dessen Zeit nach den VGH zu. Vielen Dank!

Mb51 1974 Oudelande  Mb51 1974-07-31 Kwadendamme  Mb51 1975-03-08 Kwadendamme (2)

1.)  1974 steht Mb51 mit einem Reisezugwagen im Bahnhof Oudelande.  (Bild: Jan Strooband)
2.)  Mit einigen ehemaligen Wagen der Nederlandse Spoorwegen durchfährt der Triebwagen am 31. Juli 1974 Kwadendamme. (Bild: Jan Strooband)
3.)  Darstellern und Statisten dient Mb51 während Dreharbeiten zu einem TV-Film als Zubringer in Kwadendamme. 08.03.1975 (Bild: Jan Strooband)

Mb51 1981-07-12 ’s-Gravenpolder  Mb51 1981 ’s-Gravenpolder

1.)  Das Interieur liegt am 12.07.1981 bereits auf der alten Ladestraße von ’s-Gravenpolder… (Bild: Jan Strooband)
2.)  …kurz darauf wird der Mb51 verschrottet.  (Bild: Jan Strooband)

Die Museumseisenbahn Stoomtrein Goes-Borsele gibt es noch immer und wartet mit einer beachtlichen Fahrzeugsammlung auf. In der Provinz Zeeland, ganz im Westen der Niederlande, ist man mit Diesel und Dampf unterwegs: http://www.destoomtrein.nl

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