Bruchhausen Ost wird Gästehaus

Im Jahr 1900 wurde der Bahnhof Bruchhausen Ost für die schmalspurige Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf errichtet. Seitdem hat das Empfangsgebäude eine wechselvolle Geschichte erfahren. Am Ende des Jahres 2014 soll der Bahnhofschronik ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden.
Bruchhausen Ost 2014-12-10 (1)Das alte Gebäude befand sich zuletzt in einem äußerst desolaten Zustand, und so wurde der Abriss verfügt. Für Ratsfrau Meina Fuchs aus Bruchhausen-Vilsen war dies der zündende Funke, tätig zu werden. Mit mehreren Mitstreiterinnen und Mitstreitern pachtete sie Grundstück und Gebäude vom Flecken Bruchhausen-Vilsen und sicherte sich darüber hinaus eine Kaufoption. Das erklärte Ziel: Erhaltung und Restaurierung des alten Bahnhofes.

Am 12.12.2014 pfeift ein kräftiger Wind durch den Bahnhof, es regnet ausdauernd. In einem Nebengebäude versammeln sich etwa 30 Interessierte und Nachbarn, um an einer Informationsveranstaltung der Pächtergruppe teilzunehmen. Die Kacheln und Trennwände des kleinen Gebäudes weisen noch auf die vergangene Nutzung hin: man befindet sich in der ehemaligen Sauna und den Duschen des Bordells, welches sich in Bruchhausen Ost vor Jahren noch befand.
Da die mit etwa 400.000 Euro veranschlagte Restaurierung der Gebäude für eine Einzelperson kaum zu stemmen sei, soll im Januar eine Genossenschaft gegründet werden, die „Ostbahnhof Maidamm“, prägnant abgekürzt mit OBaMa e.G. Doch bereits jetzt sieht man, dass die künftigen Genossinnen und Genossen bis zur Gründung nicht die Hände in den Schoß legen. Das Gelände ist bereits weitgehend von dem vielen Müll bereinigt worden. Um weiteres Eindringen von Nässe durch das 2006 durch einen Brand zerstörte Dach zu verhindern, soll es noch im Winter geschlossen werden. Neue Deckenbalken wurden bereits eingefügt. Für Architekt Horst Burmester ist das Empfangsgebäude ein Neubau innerhalb der alten Fassaden. „Alle Holzelemente sind entfernt, die Mauerwerkssubstanz ist aber gut.“, erläutert Burmester.
SONY DSCDie Initiatorinnen und Initiatoren möchten den Bahnhof künftig als Gästehaus gestalten, welches auch für die Nutzung mit Rollstühlen ausgelegt sein wird. So soll es fünf Räume geben, der ehemalige Wartesaal als Frühstücksraum dienen. Meina Fuchs ist sich sicher, dass der Bedarf für weitere Gästezimmer in und um Bruchhausen-Vilsen da ist. Darüber hinaus sieht sie in dem alten Bahnhof einen Teil des Alleinstellungsmerkmals für die Gemeinde. „Wälder zum Spazierengehen finden Touristen überall, aber eine solche Kleinbahn-Atmosphäre, die haben nur wir!“, meint Fuchs und begründet damit gleichzeitig den Antrieb für sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter, den Bahnhof wiederzuerwecken. Dass das Konzept ganz auf Bahnhof ausgerichtet ist, verrät Fuchs auch mit einem Blick auf eine weitere, mögliche Komponente. So kann sich die Gruppe durchaus vorstellen, eine zusätzliche Übernachtungsmöglichkeit in einem alten Schlafwagen auf dem Nebengleis des Bahnhofs zu schaffen. „Das wäre aber erst der übernächste Schritt.“, so Meina Fuchs. Zunächst einmal wird das Hauptgebäude winterfest gemacht, und am 10. Januar steht die Gründung der Genossenschaft an.
Was aus dem Nebengebäude werden soll, in dem sich die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer vor dem Regen ducken, verrät Fuchs ebenfalls: „Irgendwo müssen die Besucher ja ihre Fahrräder abstellen.“

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Bilder:
1.)  Das 2006 bei einem Brand zerstörte Dach wird winterfest gemacht, Dachbalken sind bereits eingesetzt.
2.)  Einige Mitglieder der künftigen Genossenschaft Ostbahnhof Maidamm (OBaMa e.G.) blicken zuversichtlich in die Zukunft ihres Bahnhofes.
3.)  Erhaltenswert: das Empfangsgebäude des Bahnhofs besticht auch durch schöne Details.
4.)  Vormieter: Noch lässt sich bei einem Blick ins Innere erahnen, dass das Gebäude einst auch als Bordell diente.
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Gleisbaustelle bekommt letzten Schliff

2014-10-27-Bruchhausen-Vilsen-15.jpg  In den vergangenen Wochen wurde viel gebaut auf dem VGH-Streckenabschnitt zwischen Bruchhausen-Vilsen und Wachendorf. Nun bekamen die frisch sanierten Gleise ihren letzten Schliff.
Ende Oktober und Anfang November rollten zwei Wochen lang mehrere Ganzzüge mit Schotter nach Eystrup, welche anschließend direkt nach Bruchhausen-Vilsen weiterbefördert wurden. Von hier aus wurde das Gleis schließlich mit mehreren tausend Tonnen Schotter aufgefüllt. Während VGH-Lok V21 die Schüttgutwagen über die zu befüllenden Abschnitte zog, sorgte die Gleisbaufirma Stefen für die exakte Mengenzuteilung und Ausbringung des Materials.
Mitte des Monats wurde das frisch gebackene Gleis schließlich noch ordentlich in Form gebracht. Eine Stopfmaschine der Firma Wiebe verdichtete eine Woche lang den Schotter im Gleis und brachte es gleichzeitig passgenau in die richtige Lage. Die mitgeführte Schotterplaniermaschine stellte im Anschluss den richtigen Bettungsquerschnitt her.
Parallel zu den Gleisbauarbeiten wurden zwei weitere Bahnübergänge mit technischen Sicherungen ausgerüstet. In Bruchhausen-Vilsen bekam der Bahnübergang über die L330 am Marktplatz eine Lichtzeichenanlage, ebenso der Bahnübergang in Heiligenfelde über die L356 „Heiligenfelder Straße“.

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1.)  Am 27. Oktober durchfährt V21 Gehlbergen mit einem Zug aus Schotterwagen für die Gleisbaustelle. Über die starke Steigung des Sellingslohs hilft die am Zugschluss nachschiebende V22.
2.)  Von Bruchhausen-Vilsen aus wird der Schotter in die Baustelle gefahren…
3.)  …wo das Team der Firma Stefen ihn schließlich verteilt.
4.)  Mit einer Stopfmaschine (hinten) und einer Schotterplaniermaschine bringt die Firma Wiebe das Gleis am 10. November in die richtige Lage und Form.
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Sanierung schreitet voran: Gleisbau zwischen Bruchhausen und Wachendorf

2014-10-16 (5) Uenzen Lange kannte man die 37 Kilometer lange VGH-Strecke zwischen Eystrup und Syke als Flickenteppich aus gut ausgebauten Abschnitten und solchen, die einer dringenden Sanierung noch erwartungsvoll entgegenblicken. Während der vielbefahrene Abschnitt zwischen Hoya und Eystrup bereits seit längerer Zeit gut in Form ist, bot so manches Stück zwischen Bruchhausen-Vilsen und Syke ein eher desolates Bild. Dies soll sich nun ändern.
Die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya möchten nach und nach ihre gesamte Strecke fit machen, um im Bedarfsfall und vereinzelt auch schwerere Güterzüge in Richtung Syke fahren zu können. Für dieses Projekt investiert das Unternehmen aus Hoya viel Geld, unterstützt durch Fördermittel aus Land und Bund. Bereits seit mehreren Monaten werden einzelne Abschnitte saniert, nun hat sich die Mannschaft des Oldenburger Gleisbauunternehmens Stefen ein besonders langes Stück vorgenommen. Zwischen Bruchhausen-Vilsen und Wachendorf werden alte Gleise entfernt, und Stück für Stück ein neuer Schienenweg verlegt. Dabei ist die Sanierung durchaus anspruchsvoll: der Untergrund der Trasse bietet nicht immer optimale Verhältnisse und stellt auch für das erfahrene Unternehmen Stefen zuweilen eine kleine Herausforderung dar, die die Gleisbauer allerdings souverän und mit Tempo angehen. Das ist auch gut so, denn der Zeitplan hat die Anlieferung des Schotters für das Gleis bereits fest im Blick. Auch nach Beendigung dieser Gleisbaumaßnahme soll noch lange nicht Schluss sein: in Hoya sitzt man bereits an den Planungen für weitere Projekte.

2014-10-16 (1) Uenzen 2014-10-16 (3) Suestedt 2014-10-16 (4) Uenzen 2014-10-16 (2) Suestedt

1.)  Vor der Ortsdurchfahrt Uenzen stapeln sich die ausgebauten Gleisjoche.
2.)  Zwischen Süstedt und Wachendorf wartet das neue Gleis auf Vervollständigung…
3.)  …während die Bagger der Firma Stefen einige Kilometer davor bereits voll im Gange sind.
4.)  Der neue Bahnsteig in Süstedt hat schon eine Saison hinter sich, nun kommt noch ein neues Gleis hinzu.
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Mit dem Zug zum Brokser Markt

Markt (2)Einmal im Jahr wird die Strecke zwischen Eystrup und Syke ganz regelmäßig unterbrochen. Ende August findet in Bruchhausen-Vilsen der Brokser Heiratsmarkt statt. Und das nicht nur auf dem großen Festplatz, sondern auch direkt auf dem Gleis welches ansonsten völlig unbehelligt über den Platz führt. Der „Brokser Markt“ ist schon lange überregional bekannt und geschätzt und lockt jährlich tausende Besucher. Die Veranstaltung besticht durch ihre ausgewogene Vielfalt an Angeboten. Noch immer ist der Markt Messe für Aussteller, es gibt jede Menge Fahrgeschäfte, Stände mit kulinarischen Besonderheiten, Festzelte und ein weites Spektrum spannender Krämerstände.
Vor vielen Jahren entstand die Idee, doch einmal mit dem Triebwagen zum Brokser Markt zu fahren. Diese Idee sollte sich schneller als gedacht verselbstständigen, und so gehört der regelmäßige Pendelverkehr mit Triebwagen zwischen Eystrup und dem Markt, sowie auf der anderen Seite des Marktplatzes zwischen Syke und dem Fest mittlerweile zum obligatorischen Repertoire der Veranstaltung im August.
Für viele Besucherinnen und Besucher ist die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sei es mit den Bussen der VGH, oder eben mit den Zügen, die auch bis in die Nacht verkehren, mittlerweile die bessere Alternative. Die legendär überfüllten Parkplätze und das Dilemma, auch nach längerer Verweildauer im Bierzelt wieder bequem nach Hause  zu kommen, stellen so kein Problem mehr dar.
Für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die den umfangreichen Verkehr auf der Schiene zu großen Teilen ehrenamtlich bewerkstelligen, ist die Zeit um den Brokser Markt immer auch eine spannende Herausforderung.
Bewährt hat sich eine Fahrzeugkonstellation, auf die auch in diesem Jahr wieder zurückgegriffen wird. Auf dem Abschnitt Eystrup-Bruchhausen verkehrt der T2 des Deutschen Eisenbahn-Vereins samt seinem Steuerwagen TA4, teilweise noch verstärkt durch den T3. Auf dem Abschnitt Syke-Bruchhausen ist ein VT 628 der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) unterwegs. Sie sorgen dafür, dass Besucherinnen und Besucher gut zum Brokser Heiratsmarkt gelangen, und auch wieder zurück nach Hause. Auch, wenn’s wieder ein Bier mehr gewesen ist.

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1.)  DEV-Triebwagen T2  verlässt am 23.08.2014 den Sellingsloh auf dem Weg zum Brokser Markt.  Foto: O. Schröder
2.)  Von Ske kommend, erreicht der VT 628 der EVB am 24. August den Bahnsteig am Marktplatz.
3.)  Der Bahnsteig in „Bruchhausen-Vilsen Marktplatz“ ist mittlerweile für viele Besucherinnen und Besucher der Ausgangspunkt eines Besuchs beim Heiratsmarkt.

 

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Bahnhofsgebäude finden neue Besitzer

Gleich zwei ehemalige Bahnhofsgebäude der VGH-Vorgängergesellschaften Hoyaer Eisenbahn-Gesellschaft (HEG) und Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf (HSA) haben kürzlich ihren Besitzer gewechselt.
Das bereits seit längerer Zeit leer stehende und stark sanierungsbedürftige Empfangsgebäude in Bruchhausen Ost wurde an eine Privatperson aus der Region veräußert. Auch das Gebäude des Bahnhofs Hassel wird schon seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt und bedarf umfangreicher Renovierungsarbeiten. Das Haus mit dem daugehörigen Grundstück, welches zurzeit als Parkplatz genutzt wird, wechselte kürzlich in den Besitz der Gemeinde. Während für das Bahnhofsgebäude Bruchhausen Ost eine Sanierung und spätere Nutzung vorgesehen ist, gibt es für das Gebäude und Grundstück in Hassel seitens der Gemeinde bislang keine konkreten Pläne für eine Aufarbeitung und Verwendung. Auch ein Abriss des alten Empfangsgebäudes wird nicht ausgeschlossen. Momentan möchte die Gemeinde das Grundstück in Hassel aufräumen und optisch herrichten, um Besuchern des Ortes ein ansprechendes Erscheinungsbild bieten zu können.

Bruchhausen Ost   Hassel

Links: Der Bahnhof Bruchhausen Ost soll aufgearbeitet und wieder genutzt werden.
Rechts: Die Zukunft des von der Gemeinde erworbenen Hasseler Empfangsgebäudes bleibt vorerst offen.
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Schülerbeförderung auf der Schiene endet

T3 Schülerverkehr HoyaSeit Dezember 2012 verkehrte zwischen Hoya und Eystrup an Schultagen zweimal täglich ein Triebwagen, um Schülerinnen und Schüler aus Eystrup und Hassel nach Hoya zu bringen, und am Nachmittag wieder zurück. Diese besondere Form der Schülerbeförderung hatten die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya gewählt, um während der Brückenarbeiten an der Bahnüberführung zwischen Hassel und Heidhüsen weiterhin eine schnelle und zuverlässige Verbindung anbieten zu können, ohne dafür einen weiteren Bus auf die Straße setzen zu müssen.
Viele Schülerinnen und Schüler nutzten dieses Angebot und blieben der Fahrt mit dem Triebwagen treu. Da die Bauarbeiten an der Bahnüberführung bei Hassel nun abgeschlossen sind und die Strecke wieder durchgängig befahrbar ist, enden auch die Fahrten mit dem Zug zur Schule. Nach den Sommerferien verkehrt anstelle des Triebwagens wieder der Schulbus.
Für die VGH war das Projekt, vorübergehend eine Busverbindung durch einen Personenzug zu unterstützen, eine positive Erfahrung die ganz praktisch gezeigt hat, dass ein regelmäßiger Personenverkehr auf der Schiene zwischen Eystrup und Syke auch heute keine Unmöglichkeit darstellt. Das sieht man auch andernorts so: 2013 wurde das Projekt der VGH mit einem Schienenverkehrs-Preis für innovative Lösungen im öffentlichen Personennahverkehr ausgezeichnet.

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Kuriositätenkabinett: HSA-Staat reloaded!

HSA-StaatZu den bezeichnendsten und sympathischsten Aspekten einer Kleinbahn gehören immer auch die kleinen Geschichten und Trivia am Wegesrande, beziehungsweise am Bahndamm.
In diesem Sinne können wir heute die Wiedereröffnung einer absoluten und unangefochtenen Institution der Eisenbahn zwischen Eystrup und Syke vermelden: die des HSA-Ameisenstaates.
Wann diese quirlige Mikronation eigentlich gegründet wurde ist bislang vollkommen ungeklärt, verläuft sich das Leben des Ameisenstaates doch im Nebel der Geschichte. Zeitzeugen berichten jedenfalls: der war schon immer da!
Fest steht nur, dass sich irgendwann -möglicherweise schon zu Zeiten der Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf (HSA)- zwischen Uenzen und Süstedt ein seitdem erstaunlich renitenter Ameisenstaat gegründet hat. Und das nicht nur mitten im Gleis, sondern auch noch links und rechts der Schiene. Als Begleiterscheinung dieser eher ungewöhnlichen Platzwahl fährt jeder des Weges kommende Zug also stets durch die gute Stube des Ameisenhaufens – vermutlich nicht, ohne den einen oder anderen Bewohner der Kommune dabei in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Eine Verlagerung des Staatsgebietes hat es trotzdem nie gegeben. In letzter Zeit jedoch erweckte der sogenannte HSA-Staat allerdings den Eindruck gewisser Inaktivität. Die Befürchtung, der kleinbahneigene Ameisenhaufen sei verlassen, ließ sich nicht mehr ignorieren.
Mitte Juni konnte eine Kaffkieker-Besatzung jedoch Entwarnung geben: der ursprüngliche Haufen scheint zwar in der Tat verlassen zu sein, jedoch ist nun -wenige Meter entfernt- ein neuer Haufen entstanden. Ganz der bewährten Tradition folgend wieder links und rechts der Schiene! Es lebe der HSA-Staat!

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Diesel, Senf und Sonne: Filmclip über den Nutzfahrzeugtag Eystrup

Nutzfahrzeugtag KlinkAm Wochenende der „Historischen Nutzfahrzeugtage“ in Eystrup war Oliver Klink in der Grafschaft Hoya mit seiner Kamera unterwegs und hat alte Züge, Traktoren und Lastwagen begleitet. In seinem Film „Diesel, Senf und Sonne – Mit dem Kaffkieker unterwegs in der Grafschaft Hoya“ stellt er seine bewegten Bilder zusammen, in denen sich die Dieseltriebwagen T1 und T3, die Diesellok V36 005 und viele historische Nutzfahrzeuge in und um Eystrup begegnen.
Oliver Klink filmt die Dampfmaschine der Senffabrik Leman und setzt die Atmosphäre am Eystruper Güterbahnhof gekonnt in Szene.
Zu sehen ist sein knapp über 15 Minuten langer Film hier: Diesel, Senf und Sonne – Mit dem Kaffkieker unterwegs in der Grafschaft Hoya

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Historische Nutzfahrzeugtage in Eystrup

Güterumschlag am Eystruper Bahnhof wie vor 60 Jahren – so lautete die Devise für die „Historischen Nutzfahrzeugtage“ in Eystrup vom 30.05. bis zum 01.06. An diesem Wochenende lud die Interessengemeinschaft Industriedenkmal Senffabrik Leman, Freunde historischer Nutzfahrzeuge und der Deutsche Eisenbahn-Verein zu einer ganz besonderen Veranstaltung, bei der nicht nur Veteranen der Straße ausgestellt werden, sondern wieder einmal kräftig mit anpacken sollten.

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Bereits am Freitag trafen die ersten Lastkraftwagen und Traktoren am Eystruper Bahnhof und an der Senffabrik ein, darunter mischten sich auch sehenswerte Pkws und sogar Zweiräder. Ein ganz exklusives Gefährt hatte sich schon einige Tage zuvor eine stimmige Ecke gesucht: ein dampfgetriebener Bagger schlug im hinteren Teil des Fabrikgeländes sein Domizil auf und fand dort auch ein geeignetes Betätigungsfeld. Während die meisten Fahrzeuge aus eigener Kraft in Eystrup ankamen, musste man auch auf momentan betriebsunfähige, aber nicht minder sehenswerte Maschinen nicht verzichten. Immer wieder brachten Tieflader weitere Lkws die ausgestellt wurden und so ihren Teil zum stimmigen Gesamtbild beitrugen.

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Am Samstagmorgen wurde am Bahnhof bereits eifrig Be- und Entladen, als der aus historischen Güterwagen und der 1944 gebauten Diesellok V36 005 gebildete Zug aus Hoya eintraf. Nach einigen Rangiermanövern standen somit auch die Vertreter der Schiene bereit, um mit Gütern in Form von Fässern, Kannen, Kisten und Säcken beladen zu werden. Eine Nienburger Spedition ließ es sich nicht nehmen, ihren altgedienten Möbelwagen auf die Bahn zu verladen. Für den Personenverkehr sorgte der zwischen Eystrup und Bruchhausen-Vilsen pendelnde und durchgängig gut besuchte Triebwagen T1 samt Beiwagen.

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Doch nicht nur an der Ladestraße des Bahnhofs herrschte Hochbetrieb, auch am alten Güterschuppen standen Lastwagen und Traktoren mit Anhängern bereit, um ihre Fracht von den vielen Ladearbeitern umschlagen zu lassen. An der Pforte der alten Senffabrik fuhren beständig Fahrzeuge ein, während im hinteren Fabrikbereich der Dampfbagger Schutt auf Ladeflächen lud und eine quietschende Planierraupe zuarbeitete. In einem Gebäude der Fabrik ging es mit Volldampf voraus; die alte, erst kürzlich restaurierte Dampfmaschine lief wie am Schnürchen und wurde von einigen Dampfmodellen tatkräftig unterstützt.

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Die Gesamtatmosphäre der Historischen Nutzfahrzeugtage war vollkommen überzeugend. Das Gebäudeensemble der alten Senffabrik, des Güterschuppens und der Ladestraße am Bahnhof bildeten eine stilvolle Kulisse. Viele liebevoll erhaltene Fahrzeuge waren betriebsam unterwegs und boten nicht nur einen optischen Genuss, sondern auch ein Highlight für die Ohren. Teilnehmer und Fahrer hatten sich im Stile der Zeit gekleidet und ließen es sich nicht nehmen, ganz in die Rolle als Bediener ihrer Fahrzeuge zu schlüpfen. So wurde auch schonmal -sehr zum Vergnügen der vielen Besucherinnen und Besucher- beim Pförtner über die fehlerhaften Frachtpapiere geschimpft und mit einem lauten Ploppen im Fahrerhaus die Bierbuddel zur Frustbewältigung geöffnet. Das Wetter spielte freundlich mit und es fehlte auch nicht an jenem obligatorischen Zubehör, bei dem niemand unbedingt Wert auf historische Authentizität legt: den Bratwurst- und Getränkebuden. Diesmal auch mit Senf frisch aus der Senffabrik Leman!

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VGH-Lok V22 zur Hauptuntersuchung in Lippstadt, EVB-Lok in Hoya

Seit Anfang Mai befindet sich die VGH-Lok V22 im Betriebswerk der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) im nordrhein-westfälischen Lippstadt. Dort erhält das Fahrzeug, welches seit der Beschaffung im Jahr 2011 stets viel zu tun hatte eine neue Hauptuntersuchung, und wird gleichzeitig für die kommenden Jahre fit gemacht.
Um das umfangreiche Transportaufkommen zwischen Hoya und Eystrup auch während der Abwesenheit der VGH-Lok bewältigen zu können, haben die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya bis zur Rückkehr der eigenen Lok ein Fahrzeug der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) angemietet. Die EVB-Lok V762 bietet ein ähnliches Leistungsprofil und wird in den kommenden Monaten hauptsächlich den Verkehr zwischen dem Papierwerk Smurfit Kappa in Hoya und dem Übergabebahnhof Eystrup abwickeln. Ein kleines Novum für die VGH versteckt die Lok der MaK-Bauserie DE 502 unter der Haube: mit ihrer diesel-elektrischen Kraftübertragung steht nun erstmalig eine „halbe E-Lok“ in Diensten der VGH – den Strom für die Drehstrommotoren muss sich die Lok allerdings noch selbst produzieren.

V762 EVB 2014-05-05 (6) Hoya  V22 Lippstadt  V762 EVB 2014-05-19 Hoya

1.)  Am 05. Mai rangiert V22 im Bahnhof Hoya. EVB-Lok V762 ist grade angekommen und darf erst einmal tanken.
2.)  Im Betriebswerk der Westfälischen Landes-Eisenbahn in Lippstadt trifft V22 am späten Abend des 07. Mai ein.
3.)  Am neuen und mittlerweile schon recht grünen Weserdeich ist die V762 am 19.05.2014 unterwegs nach Hoya.

 

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