Abzweigstrecke Asendorf

Quelle: osm.org

Im Zuge der Bestrebungen für die Einrichtung einer Kleinbahn zwischen Hoya und Syke in den 1890er Jahren gründeten sich mehrere Komitees mit höchst unterschiedlichen Vorstellungen des zukünftigen Streckenverlaufs. 1897 konnte man sich schließlich auf die heute bekannte Streckenführung einigen, die auch eine Abzweigstrecke von Bruchhausen nach Asendorf vorsah.

Auch nach der Umspurung der Strecke Hoya-Bruchhausen-Syke blieb die Strecke nach Asendorf schmalspurig. Nachdem sich der Streckenzustand jedoch zusehends verschlechtert hatte, wurde am 23.08.1971 der Schienenverkehr auf der Strecke durch die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya eingestellt. Die Strecke wurde an den Deutschen Eisenbahn-Verein abgegeben und seitdem von diesem unterhalten.
Heute kann man noch immer mit den Schmalspurzügen der Museumseisenbahn von Bruchhausen nach Asendorf fahren, zumal sogar mit einigen Fahrzeugen, die schon für die HSA und später die VGH hier unterwegs waren. (Link)

 

 

  

1.)  Bau der Strecke: Mit einer Feldbahn nahe des heutigen Haltepunkts „Vilser Holz“. (Bild: Archiv VGH)
2.)  V121 und V122 hatten zuletzt die VGH-Züge auf der Strecke Bruchhausen-Asendorf befördert. (Bild: Archiv VGH)

 

Heiligenberg
Der etwa auf der Hälfte der etwa 8km langen Strecke gelegene Bahnhof Heiligenberg wurde mit seiner Umfahrung als Kreuzungsbahnhof genutzt und verfügte über eine Ladestraße und mehrere kleine Güterschuppen. An diesem Zustand hat sich seitdem nicht viel geändert. Noch heute kreuzen in Heiligenberg die Züge der Museumseisenbahn. Auch die Gebäude werden vom Deutschen Eisenbahn-Verein genutzt.

 

1.)  T40 wartet am Bahnsteig des Bahnhofs Heiligenberg. (Bild: H. Piecker / Archiv VGH)
2.)  Im September 2012 steht Lok „Plettenberg“ abfahrbereit am Bahnsteig in Heiligenberg.

 

Asendorf
Asendorf war und ist Endbahnhof der Strecke. An den drei Gleisen stand ein Empfangsgebäude sowie ein Lokschuppen. Ein Anschlussgleis führte bis 1958 zur Asendorfer Molkerei.
Heute gibt es wieder ein kleines Bahnhofsgebäude, sowie ein dahinter gelegenes Wartehäuschen. Im Lokschuppen ist der Wismarer Schienenbus „T41“ der Museumseisenbahn abgestellt.

  

1.-3.)  Die Bilder von H. Piecker zeigen den Bahnhof Asendorf mit dem alten Empfangsgebäude, das heute nicht mehr steht. Am Bahnsteig steht der HSA-Triebwagen T40. (Bild: H. Piecker / Archiv VGH)
4.)  Der Bahnhof Asendorf im September 2012.
5.)  Im Lokschuppen Asendorf ist heute der T41 des Deutschen Eisenbahn-Vereins abgestellt.

 

Quellen:
– Archiv Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya GmbH
– Archiv Deutscher Eisenbahn-Verein e.V.
– “Die Museums-Eisenbahn – 100 Jahre Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf”, 2. Quartal 2000. Herausgeber: Deutscher Eisenbahn-Verein e.V.

– osm.org

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